Ein würdiger Abschied – und ein inhaltlich starker Anlass
Das Symposium „Zwang in der Psychiatrie – wo stehen wir heute?“ am 26. März 2026 im Sanatorium Kilchberg war vollständig ausgebucht.
Ein Zeichen für die hohe Relevanz dieses Themas und die Wertschätzung gegenüber Dr. med. René Bridler.
01.04.2026
Denn der Anlass stand gleichzeitig im Zeichen eines besonderen Moments:
Der Abschied von Dr. med. René Bridler, Ärztlicher Direktor, der nach 18 Jahren engagierter Tätigkeit im Oktober in den Ruhestand treten wird.
Inhaltlich überzeugte das Symposium mit hochkarätigen Referaten:
- Dr. iur. Caroline Hess-Klein beleuchtete die Anforderungen der von der Schweiz ratifizierten UNO-Behindertenrechtskonvention an die Psychiatrie und stellte die Menschenrechte ins Zentrum der Diskussion.
- Prof. Dr. Dirk Richter gab eine fundierte Übersicht zur – spärlich vorhandenen – Evidenz der Wirksamkeit von Zwangsmassnahmen in der Psychiatrie und zeigte auf, wie kritisch deren Wirkung zu hinterfragen ist.
- Prof. Dr. Tilman Steinert spannte den Bogen zwischen fundamentaler Psychiatriekritik und leitliniengerechter Behandlung – eine anspruchsvolle Aufgabe, der er mit Wissen und Witz mehr als gerecht wurde.
- Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Weisenstamm wagte den Blick in die Zukunft und thematisierte die Rolle von künstlicher Intelligenz im Kontext von Zwangsmassnahmen – bevor er sich als professioneller Zauberkünstler und genialer Entertainer Thomas Fraps entpuppte. Er begeisterte das Publikum mit einer verblüffenden, »zauberhaften» Performance.
Beim anschliessenden Apéro wurde der Anlass in ausgezeichneter Stimmung abgerundet, mit intensivem Austausch und vielen persönlichen Begegnungen.
Ein herzliches Dankeschön an alle Referierenden und Gäste. Und vor allem: ein grosser Dank an Dr. med. René Bridler für 18 Jahre prägendes Wirken.
Ein krönender Abschluss einer beeindruckenden Karriere.