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Sanatorium Kilchberg

Spezialsprechstunden/Spezialangebote

Das Sanatorium Kilchberg bietet angegliedert an seine beiden Ambulatorien in Kilchberg und Zürich City verschiedene Spezialsprechstunden an.
  
Anmeldungen für die Spezialsprechstunden nimmt unsere zentrale Aufnahme unter Telefon 044 716 42 75 (08.00 - 17.00h) und in den übrigen Zeiten unser Dienstarzt unter Telefon 044 716 42 42 entgegen.

Spezialsprechstunde Depressionen
Krankheitsbild

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen überhaupt. Jeder Fünfte erlebt irgendwann einmal eine Depression in seinem Leben.
Depressionen äussern sich in einer niedergeschlagenen Stimmung, Traurigkeit, innerer Leere und der Unfähigkeit, sich an den Dingen zu freuen, die früher bedeutsam waren. Aufgrund eines reduzierten Antriebs und ausgeprägter Energielosigkeit ziehen sich viele Betroffene zurück und haben Mühe, den Alltag zu bewältigen. Viele Betroffene beklagen Ein- und Durchschlafstörungen und fühlen sich tagsüber schnell erschöpft. Dies kann die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit bei der Arbeit beeinträchtigen. Gleichzeitig besteht eine ausgeprägte Grübelneigung. Die Betroffenen machen sich übermässig Sorgen um die Zukunft und die eigene Gesundheit, fühlen sich minderwertig und hilflos und haben häufig Schuldgefühle. Die kann bis hin zu Gedanken von Hoffnungslosigkeit und Lebensüberdruss gehen. Körperlich werden vermehrte Kopf- und Rückenbeschwerden sowie Appetitlosigkeit mit einem Gewichtsverlust oder das genaue Gegenteil, Heisshunger beschrieben.

Depressionen verlaufen unterschiedlich. Eine Depression kann leicht, mittel oder schwer ausgeprägt sein. Häufig handelt es sich eine einzelne Episode. Bei einem Teil der Patienten kommt es zu wiederholten Erkrankungsphasen, entweder in Form von unipolaren Depressionen, die durch das wiederholte Auftreten von Depressionen gekennzeichnet sind, oder in Form von bipolaren Depressionen, in deren Verlauf sowohl Depressionen als auch Manien auftreten. Wahnhafte Depressionen werden durch psychotische Symptome kompliziert, beispielsweise durch die nicht korrigierbare Befürchtung zu verarmen oder sich versündigt zu haben. Bei der Winterdepression handelt es sich um eine saisonal abhängige Verlaufsform, die in ihrer Entstehung mit der Reduktion des Sonnenlichts in den Wintermonaten in Verbindung gebracht wird. Während der Schwangerschaft können sich aufgrund der Anpassung an die Schwangerschaft Depressionen entwickeln. Bei etwa 10 bis 15% der Frauen kommt es nach der Geburt zu einer postpartalen Depression.
Die Ursachen depressiver Erkrankungen sind vielschichtig. Man geht davon aus, dass biologische, soziale und psychologische Faktoren zusammenspielen. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten, am häufigsten in der späten Jugend oder im frühen Erwachsenenalter bzw. in der zweiten Lebenshälfte. Bipolare Erkrankungen beginnen meistens im frühen Erwachsenenalter.

Behandlungsangebot im Sanatorium Kilchberg
Depressionen werden im Sanatorium Kilchberg basierend auf einer individuellen Therapieplanung mit modernen psychotherapeutischen Verfahren und biologischen Methoden behandelt. Ergänzend kommen fachtherapeutische Angebote zur Anwendung. Je nach individueller Patientensituation wird die Behandlung ambulant, teilstationär oder stationär durchgeführt.

Unsere psychotherapeutischen Ansätze, die auf der kognitiven Verhaltenstherapie basieren, zielen auf den Aufbau von positiven Aktivitäten, die Verbesserung der Tagesstruktur sowie die Vermittlung von Fertigkeiten im Umgang mit negativen Gefühlen, Gedanken, Einstellungen und Erwartungen. Wir sind bestrebt, ein Klima der Selbstfürsorge zu schaffen, in dem die Betroffenen ihre Ressourcen wieder aktiv nutzen und Unterstützung erhalten bei der Klärung und Bearbeitung von inneren und äusseren Konflikten. Folgende Angebote stehen je nach Indikation zur Verfügung:
  • Psychotherapeutische Einzeltherapie
  • Paar- und Familiengespräche
  • Depressionskurs
  • Internetbasierte Therapie ‚Deprexis’
  • Training emotionaler Kompetenzen
  • Entspannungsangebote

Die biologischen Behandlungsansätze beinhalten eine angemessene medikamentöse Behandlung mit modernen Antidepressiva basierend auf dem neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Bei einem unzureichenden Ansprechen kann eine Kombinationsbehandlung erwogen werden, beispielsweise mit stimmungsstabiliserenden Medikamenten. Wir stellen eine regelmässige Überprüfung von Wirksamkeit und Verträglichkeit sicher.

Zu den biologischen Behandlungsmethoden gehören:
Angebote in der Spezialsprechstunde
  • Diagnostische Abklärung
  • Beratung bezüglich geeigneter psychotherapeutischer und medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten
  • Konsiliartätigkeit für niedergelassene Hausärzte, Psychiater und Psychotherapeuten
  • Vermittlung von geeigneten Behandlungsplätzen im Sanatorium Kilchberg (stationär und ambulant) oder an externen Stellen
Spezialsprechstunde Chronische Depressionen

Krankheitsbild

Depressive Störungen nehmen häufiger als früher angenommen, in rund einem Drittel aller Fälle, einen chronischen Verlauf und gehen dann mit deutlichen psychosozialen und beruflichen Beeinträchtigungen sowie einer höheren Inanspruchnahme des Gesundheitssystems einher. Häufig liegen dann weitere psychische Erkrankungen vor – insbesondere Angststörungen, Alkohol- und Substanzmissbrauch, Persönlichkeitsstörungen und Lebensüberdruss.
Von chronischen Depressionen spricht man

  • bei einem Verlauf einer Depression über mehr als 2 Jahre hinweg
  • bei wiederkehrenden Depressionen ohne vollständige Heilung zwischen den Phasen
  • bei einer seit der Jugend bestehenden depressiven Grundstimmung und Antriebsschwäche (Dysthymia)
  • einer lebenslang anhaltenden depressiven Grundstimmung, die durch wiederkehrende depressive Phasen kompliziert wird (Double Depression)


Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP)
Chronische Depressionen werden im Sanatorium Kilchberg medikamentös und psychotherapeutisch behandelt. Dabei wird das von James McCullough in den USA entwickelte Verfahren ‚Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP)’ verwendet. CBASP versteht sich als ein integratives psychotherapeutisches Modell, das lerntheoretische und entwicklungspsychologische Erkenntnisse sowie kognitiv-verhaltenstherapeutische und interpersonelle Therapieansätze verbindet. Dabei wird davon ausgegangen, dass bei chronisch depressiven Menschen, frühe Traumatisierungen, Verlusterfahrungen oder chronische Vernachlässigung die Entwicklung von Selbstvertrauen und Neugierde behindert. Die Betroffenen entwickeln einen vermeidenden, ängstlichen Lebensstil und scheitern wiederholt bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben und psychosozialen Belastungen aufgrund von problematischen Denkmustern und sozialen Fertigkeitsdefiziten.
CBASP ist eine spezifische Psychotherapie, die auf eine Veränderung von zwischenmenschlichen und situationsbezogenem Verhalten abzielt. Mit Hilfe von Situationsanalysen lernen Patientinnen und Patienten einen Zusammenhang zwischen eigenen Verhaltens- und Denkmustern und den Konsequenzen in der Umwelt herzustellen, erwünschte Alternativen zu entwickeln und schliesslich zu erproben. Die spezifische Gestaltung der therapeutischen Beziehung wirkt dabei unterstützend.

Behandlung im Sanatorium Kilchberg
Patientinnen und Patienten mit einer chronischen Depression erhalten im Sanatorium Kilchberg ein individuell auf sie abgestimmtes Therapieprogramm basierend auf einer ärztlich-medikamentösen Behandlung und einer CBASP-Einzeltherapie durch einen erfahrenen psychologischen Therapeuten. Zusätzlich können sie an einem spezifischen CBASP-Gruppenangebot teilnehmen und werden auf der Abteilung durch entsprechend geschulte Pflegepersonen betreut. Ergänzend kommen fachtherapeutische Angebote zur Anwendung. Die Behandlung wird sowohl im stationären, teilstationären als auch ambulanten Rahmen angeboten.


Angebote in der Spezialsprechstunde

  • Diagnostische Abklärung
  • Beratung bezüglich geeigneter psychotherapeutischer und psychopharmakologischer Behandlungsmöglichkeiten
  • Indikationsprüfung bezüglich einer Behandlung mit dem Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP)
  • Vermittlung von geeigneten Behandlungsplätzen im Sanatorium Kilchberg (stationär, teilstationär und ambulant) oder an externen Stellen
Spezialsprechstunde Bipolare Störungen
Krankheitsbild:

Unter „Bipolar affektiven Störungen“ versteht man ein Krankheitsbild mit spezifischen Ursachen, Symptomen, Verlauf und Prognose, das sich bezüglich der Behandlungsmöglichkeiten und Behandlungsverfahren deutlich von unipolaren Depressionen unterscheidet. Bipolare Störungen sind häufige Erkrankungen, von denen etwa 2% der Bevölkerung betroffen sind.
Im Allgemeinen sind Bipolare Affektive Störungen dadurch gekennzeichnet, dass es sowohl zu depressiven Episoden, die typischerweise mit gedrückter Stimmung und Antriebslosigkeit einhergehen, als auch zu hypomanen oder manischen Episoden kommt, in der die Stimmung in der Regel gehoben und das Antriebsniveau gesteigert ist.

Im Rahmen von depressiven Episoden beklagen die Betroffenen häufig:
  • depressive Stimmung
  • Verlust von Interesse oder Freude
  • erhöhte Ermüdbarkeit
  • verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit
  • Zukunftsängste
  • Lebensüberdruss und Suizidgedanken
  • Schlafstörungen
  • verminderter Appetit

Bei manischen Episoden kommt es oft zu Symptomen wie:
  • Gesteigertes Selbstwertgefühl oder Grössenideen
  • Gehobene oder gereizte Grundstimmung
  • Vermindertes Schlafbedürfnis
  • Starker Rededrang
  • Beschleunigter Gedankengang
  • Ablenkbarkeit
  • Übertriebene Beschäftigung mit angenehmen Aktivitäten

Charakteristisch für hypomane Episoden sind:
  • gehobene Grundstimmung, die auf Aussenstehende oft ansteckend und mitreissend wirkt
  • fehlendes Krankheitsgefühl, sondern eher Überzeugung, sich einer besonders erfolgreichen, heiteren oder positiven Lebensphase zu befinden
  • der Zustand einer Hypomanie hebt sich deutlich von der eigentlichen Grundstimmung des Betroffenen ab
  • in geringerer Ausprägung kann es zu sämtlichen für manische Episoden typischen Symptome kommen
  • für Angehörige und lange Vertraute ist es gut möglich, hypomane Episoden zu erkennen und den Betroffenen zu einer Behandlung zu motivieren

Es liegt in der Natur der Erkrankung, dass Bipolare Störungen einen grossen Einfluss auf die soziale Situation und das soziale Umfeld der Betroffenen haben. Sowohl im Rahmen von depressiven Episoden, als auch bei manischen oder hypomanischen Zustandsbildern ist das Verhalten der Betroffenen derart verändert, dass es gravierenden Einfluss auf Beziehungen, Arbeitsverhältnis, die finanzielle Situation, die Gesundheitsfürsorge und viele andere Bereiche haben kann.

Behandlung im Sanatorium Kilchberg
Bipolare Störungen sind chronisch verlaufende Erkrankungen. Die Wahrscheinlichkeit einer Spontanheilung ohne ärztliche und psychologische Behandlung ist äusserst gering.
Im Rahmen eines spezialisierten und individuellen Behandlungssettings ist die Prognose jedoch günstig.

Auf der Basis eines bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells besteht die Behandlung im Wesentlichen aus drei Säulen:

  • Biologisch: Etablieren einer stimmungsstabilisierenden Medikation, die aktuelle Krankheitsepisoden behandeln und künftige verhindern kann.
  • Psychologisch: Psychotherapie mit dem Ziel, den Patienten zum Experten seiner eigenen Erkrankung zu machen. Dies kann kognitiv-verhaltenstherapeutische Verfahren, Massnahmen zur sozialen Rhythmisierung, Führen eines Stimmungskalenders, Psychoedukation im eigentlichen Sinne, Entspannungsverfahren u.v.m beinhalten.
  • Sozial: Erkennen, Verhindern und Vorbeugen krankheitsbedingter sozialer Probleme

Es ist unsere Überzeugung, dass für eine erfolgreiche und anhaltende Behandlung eine alleinige medikamentöse Therapie nicht ausreicht. Es ist wichtig und notwendig, für jeden Patienten eine individuelle Therapie zu planen und anzubieten, um persönliche Defizite und Probleme, aber insbesondere auch Ressourcen (Stärken) des Patienten gezielt in die Behandlung zu integrieren.

Angebote in der Spezialsprechstunde:
  • Diagnostische Abklärung
  • Beratung bezüglich geeigneter medikamentöser, psychotherapeutischer Behandlungsmöglichkeiten und weiterer Unterstützungsmassnahmen
  • Konsiliartätigkeit für niedergelassene Hausärzte, Psychiater und Psychotherapeuten
  • Vermittlung von geeigneten Behandlungsplätzen im Sanatorium Kilchberg (stationär, teilstationär und ambulant) oder an externen Stellen
Spezialsprechstunde Angststörungen
Krankheitsbilder

Panikstörung
  • Panikanfälle sind charakterisiert durch plötzliche, unerwartete und unerträglich heftige Ängste, ohne besonderen Anlass. Sie werden begleitet von unangenehmen körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Atemnot, Schwindel, Zittern, Übelkeit, Taubheitsgefühlen oder Sehstörungen. Die Betroffenen haben Angst zu sterben, einen Herzinfarkt zu erleiden, ‚verrückt’ zu werden oder die Kontrolle zu verlieren. Aufgrund der Angst vor einer weiteren Attacke meiden Betroffene häufig bestimmte Situation, was Beeinträchtigungen im Lebensalltag mit sich bringen kann.

Agoraphobie
  • Bei der Agoraphobie oder Platzangst besteht eine deutliche und langanhaltende Furcht vor Menschenansammlungen, öffentlichen Plätzen, alleine Reisen oder dem Verlassen der eigenen Wohnung. Häufig treten gleichzeitig Panikanfälle auf. Die Betroffenen vermeiden die entsprechenden Situationen oder suchen die enge Begleitung durch Angehörige, was den eigenen Freiraum einschränkt und die Bewältigung von Alltagsaufgaben erschwert.

Spezifische Phobie
  • Bei den spezifischen Phobien wird die Angst durch eine bestimmte eigentlich ungefährliche Situation hervorgerufen, beispielsweise Blut, Aufenthalt in der Höhe, Fliegen oder Spinnen, verbunden mit körperlichen Symptomen der Angst.

Soziale Phobie
  • Menschen mit einer sozialen Phobie fürchten sich vor Situationen, in denen sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Sie haben Angst etwas zu sagen oder zu tun, was peinlich oder demütigend sein könnte. Sie glauben, andere würden sie als inkompetent oder schwach beurteilen, sobald sie ihre Angstsymptome wie Zittern oder Erröten wahrnehmen. Deshalb vermeiden sie es, Reden zu halten, an öffentlichen Anlässen teilzunehmen oder Kontakte zu knüpfen. Manche versuchen sich mit Alkohol und Tabletten selbst zu helfen, was jedoch nur kurzfristig hilfreich ist, längerfristig die Ängste verstärkt und zu Abhängigkeiten führen kann.

Generalisierte Angststörung
  • Eine generalisierte Angststörung zeigt sich in einer andauernden, übertriebenen und quälenden Ängstlichkeit. Die Ängste beziehen sich auf die eigene Gesundheit, die nächsten Angehörige oder die Zukunft. Das beständige Grübeln kann körperliche Anspannung, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und Nervosität sowie eine vermehrte Erschöpfbarkeit und weitere körperliche Symptome zur Folge haben.

Behandlungsangebote im Sanatorium Kilchberg
Angststörungen werden im Sanatorium Kilchberg mit bewährten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Methoden behandelt. Mit Hilfe von gezielte Informationen und spezifischen Strategien lernen die Betroffenen, ihre Ängste realistischer zu beurteilen. Im Rahmen eines Expositionstrainings werden die Patienten schrittweise mit den angstbesetzten Situationen konfrontiert. Dabei können sie die Erfahrung machen, dass sie die Angst aushalten können, diese von alleine nachlässt, ohne dass etwas Schlimmes passiert. Unterstützend können medikamentöse Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Für Patienten mit sozialen Ängsten wird ein Training sozialer Kompetenzen angeboten. Die Behandlung kann ambulant, teilstationär oder stationär erfolgen.

Angebote in der Spezialsprechstunde
  • Diagnostische Abklärung
  • Beratung bezüglich geeigneter psychotherapeutischer und medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten
  • Konsiliartätigkeit für niedergelassene Hausärzte, Psychiater und Psychotherapeuten
  • Vermittlung von geeigneten Behandlungsplätzen im Sanatorium Kilchberg (stationär, teilstationär und ambulant) oder an externen Stellen
Spezialsprechstunde Memory-Klinik
Krankheitsbild Demenz

Bei der Demenz handelt es sich um eine Erkrankung vorwiegend des höheren Alters, welche durch Gedächtnisstörungen in möglicher Kombination mit Sprachstörungen (z.B. Probleme bei der Wortfindung), Störungen alltäglicher Handlungsabläufe (z.B. beim Ankleiden oder der Körperpflege), Störungen des Erkennens von Gesichtern, Gegenständen oder allgemeinen Schwierigkeiten beim Planen und Organisieren charakterisiert ist.
Aktuell ist davon auszugehen, dass ca. 125’000 Personen mit einer Demenzerkrankung in der Schweiz leben. Aufgrund demographischer Veränderungen und zunehmend besserer medizinischer Versorgung im Alter gehen Schätzungen von einer deutlichen Zunahme von Menschen mit Demenzerkrankungen in der Schweiz in den nächsten Jahren aus. 

Demenz kann viele Ursachen haben. Am häufigsten sind die Alzheimererkrankung und Durchblutungsstörungen aufgrund von bestehenden Gefässrisikofaktoren (z.B. Rauchen, Diabetes, hoher Blutdruck, usw.). Darüber hinaus gibt es aber auch viele seltene Hirnabbauerkrankungen, wie z. B. die frontotemporale Demenz oder die Lewy-Body Demenz. Störungen der höheren Hirnfunktionen können auch im Rahmen vieler körperlicher Erkrankungen, z. B. Schilddrüsenfunktionsstörungen, psychiatrischer Erkrankungen wie Depressionen, Schädigungen des Gehirns in Folge von Unfällen oder im Rahmen frühkindlicher Entwicklungsstörungen entstehen.

Diagnostische Abklärung in der Memory-Klinik
Untersuchung, Beratung und Behandlung erfordern mehrere ambulante Konsultationen und eventuell Kontrolluntersuchungen. Wenn möglich, sollten Patienten zu den Konsultationen von einem Angehörigen oder einer anderen Bezugsperson begleitet werden.
Die Untersuchung umfasst folgende Punkte:
  • Erhebung der Krankengeschichte mit dem Patienten. Einbeziehung von Angehörigen und Bezugspersonen.
  • Psychiatrisches Diagnoseinterview
  • Körperliche internistische und neurologische Untersuchung
  • Laboruntersuchungen
  • Neuropsychologische Untersuchung
  • Kernspintomographie (MRI) des Gehirns
  • Bei Bedarf werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt

Behandlungsangebote in der Memory-Klinik
  • Informationsabgabe und Aufklärung über das Krankheitsbild
  • Erfassung erhaltener Fähigkeiten und Ressourcen für eine individuelle Therapieplanung
  • Medikamentöse Behandlung im Bedarfsfall
  • Optionale medikamentöse und psychotherapeutische Therapie bestehender psychiatrischer Begleiterscheinungen, wie zum Beispiel depressive Stimmungszustände
  • Einzel- und/oder Familienberatung zur individuellen Unterstützung und Entlastung z. B. für pflegende Angehörige von Demenzerkrankten
  • Kooperation mit den verschiedenen Hilfseinrichtungen und Selbsthilfeoganisationen der Region
  • Information und Beratung zu krankheitsbezogenen Fragen in den Bereichen: Wohnen, Beschäftigung/Tagesstruktur, Finanzen, Versicherungen, Recht mit Unterstützung unserer Sozialberatung
  • Ärztlich geleitetes Gedächtnistraining in der Gruppe
Die Memory-Klinik ist Teil des gerontopsychiatrischen Ambulatoriums, dessen Ärzte und Psychologen im Ambulatorium sowie in den Alters- und Pflegeheimen der Region psychiatrische Abklärungen und Behandlungen für Menschen ab 60 durchführen. Die Depression im Alter ist dabei die häufigste Diagnose.
Spezialangebot Elektrokonvulsionstherapie (EKT)
Das Sanatorium Kilchberg bietet auf dem Hintergrund der langjährigen Erfahrung mit affektiven Störungen neu im Hause in Zusammenarbeit mit Fachärzten für Anästhesie die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) an.

Die EKT stellt in erster Linie eine Behandlung für schwere depressive bzw. manisch-depressive (sog. bipolare) und einzelne Formen schizophrener Erkrankungen dar.
Die Therapie besteht in der Anwendung eines kurzen, kontrollierten Stromimpulses, der einen infolge Narkose nicht sichtbaren epileptischen Krampfanfall auslöst. Dieser Krampfanfall führt im Gehirn zu einer Reihe von biochemischen Veränderungen, welche die Krankheitssymptome vermindern oder zum Abklingen bringen können. In der Regel sind sechs bis fünfzehn Sitzungen nötig, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen.
Spezialsprechstunde für Schlafstörungen und Chronotherapie
Gesunder Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für unser Wohlbefinden sowie für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Es gibt viele Ursachen für einen gestörten Schlaf. Längerfristig gestörter Schlaf ist ein Risikofaktor für körperliche oder psychische Folgekrankheiten und sollte nicht unbehandelt bleiben. Entscheidend dabei ist, dass die Art der Schlafstörung genau erkannt und die entsprechende Behandlungsmethode, die je nach Schlafstörung sehr unterschiedlich sein kann, angewendet wird. Die ausführliche schlafmedizinische Anamnese, eine körperliche Untersuchung sowie der Einsatz von schlafmedizinischen Messinstrumenten ermöglichen einen differenzierten Blick auf die individuelle Problemkonstellation und eine entsprechende Diagnosesicherung.

Die Angebotsstruktur der Spezialambulanz für Schlafstörungen und Chronotherapie des Zentrums für stressbedingte Erkrankungen am Sanatorium Kilchberg umfasst diagnostische und therapeutische Angebote. Zu den diagnostischen Abklärungen, die entweder ärztlicherseits oder in Delegation erfolgen, gehören eine ausführliche Schlafanamnese, Laboruntersuchungen sowie eine körperlich-internistische und -neurologische Untersuchung. Je nach Fragestellung kommen auch Aktimeteruntersuchungen, Schlaftagebuch, Fragebogenerhebungen, Ruhe-Wach-EEG, Multipler-Schlaflatenz-Test, Alptraumanamnese oder eine individuelle Chronotypanalyse zum Einsatz.

Die therapeutischen Angebote umfassen neben einer individualisierten medikamentösen
Behandlung Einzelschlafberatung von Schlafstörungen auf psychiatrischem und neurologischem Fachgebiet Die störungsorientierte psychotherapeutische Insomniebehandlung basiert auf den Grundlagen der kognitiven Verhaltenstherapie und Methoden der Achtsamkeit. Ebenso gehören Alptraumeinzeltherapie sowie individualisierte chronotherapeutische Beratung und Behandlung zu den vielfältigen Bausteinen unserer Angebotsstruktur.
Frauenspezifische Spezialangebote

Psychische Erkrankungen kommen bei Frauen und Männern gleich häufig vor. Es lassen sich jedoch geschlechtsspezifische Unterschiede in der Häufigkeitsverteilung und in deren Entstehung finden. So weisen Frauen im Zusammenhang mit den typischen Lebensübergängen und in Zeiten, die mit grossen und einschneidenden Veränderungen einhergehen eine besondere körperliche und psychische Anfälligkeit auf und unterliegen einem erhöhten Risiko, psychosomatische Störungen zu entwickeln.

Im Rahmen eines neuen Spezialangebots bieten wir Patientinnen mit geschlechts-spezifischen psychosomatischen Erkrankungen differenzierte psychiatrische und psychologische Abklärungen, Beratungen und Behandlungen an.
 

  • Die frauenspezifischen Spezialangebote am Sanatorium Kilchberg umfassen Folgendes:
  • Diagnostische Abklärungen von psychischen Problemen im Zusammenhang mit Erkrankungen aus den Bereichen Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Konsiliarische Mitbetreuung in Zusammenarbeit mit Geburtshelfern und Gynäkologen
  • Beratungen und Zweitmeinung
  • Psychiatrisch-pharmakologische Behandlung unter Berücksichtigung der Besonderheit während Schwangerschaft und Stillzeit
  • Psychotherapeutische Behandlungen
  • Paar- und Familiengespräche
  • Sozialberatung und Begleitung
  • Möglichkeit zur ambulanten Behandlung
 
Sanatorium Kilchberg AG
Alte Landstrasse 70
CH-8802 Kilchberg
Telefon +41 44 716 42 42
Telefax +41 44 716 42 14
info@sanatorium-kilchberg.ch

Für Anmeldungen / Zuweisungen
Telefon +41 44 716 42 75
Telefax +41 44 716 43 43
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Zentrum für Psychosomatik
Selnaustrasse 6
CH-8001 Zürich
Telefon +41 44 716 38 38
Telefax +41 44 716 38 40
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