Sanatorium-Kilchberg  
  
Sanatorium Kilchberg

Spezialsprechstunden

Das Sanatorium Kilchberg bietet angegliedert an seine beiden Ambulatorien in Kilchberg und Horgen Spezialsprechstunden im Bereich seiner Spezialisierungen an für:
 
  • Depressionen
  • Chronische Depressionen
  • Bipolare Störungen
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • Essstörungen
  • Aufmerksamkeitsdefizitstörungen (ADHS)
  • Memory Clinic

In Zusammenarbeit mit externen Partnern bestehen zudem Spezialsprechstunden für
 
  • Klinische Hypnosetherapie

Eine Anmeldung für die Spezialsprechstunden nimmt unser Triagearzt (Telefon 044 716 42 42) jederzeit gerne entgegen.

Spezialsprechstunde Depressionen
Krankheitsbild

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen überhaupt. Jeder Fünfte erlebt irgendwann einmal eine Depression in seinem Leben.
Depressionen äussern sich in einer niedergeschlagenen Stimmung, Traurigkeit, innerer Leere und der Unfähigkeit, sich an den Dingen zu freuen, die früher bedeutsam waren. Aufgrund eines reduzierten Antriebs und ausgeprägter Energielosigkeit ziehen sich viele Betroffene zurück und haben Mühe, den Alltag zu bewältigen. Viele Betroffene beklagen Ein- und Durchschlafstörungen und fühlen sich tagsüber schnell erschöpft. Dies kann die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit bei der Arbeit beeinträchtigen. Gleichzeitig besteht eine ausgeprägte Grübelneigung. Die Betroffenen machen sich übermässig Sorgen um die Zukunft und die eigene Gesundheit, fühlen sich minderwertig und hilflos und machen sich übermässige Schuldvorwürfe. Die kann bis hin zu Gedanken von Hoffnungslosigkeit und Lebensüberdruss gehen. Körperlich werden vermehrte Kopf- und Rückenbeschwerden sowie Appetitlosigkeit mit einem Gewichtsverlust oder das genaue Gegenteil, Heisshunger beschrieben.

Depressionen verlaufen unterschiedlich. Sie kann leicht, mittel oder schwer ausgeprägt sein. Häufig handelt es sich eine einzelne Episode. Bei einem Teil der Patienten kommt es zu wiederholten Erkrankungen, entweder in Form von unipolaren Depressionen, die durch das wiederholte Auftreten von Depressionen gekennzeichnet sind, oder in Form von bipolaren Depressionen, in deren Verlauf Depressionen und Manien abwechseln. Wahnhafte Depressionen werden durch psychotische Symptome kompliziert, beispielsweise durch die nicht korrigierbare Befürchtung zu verarmen oder sich versündigt zu haben. Bei der Winterdepression handelt es sich um eine saisonal abhängige Verlaufsform, die in ihrer Entstehung mit der Reduktion des Sonnenlichts in den Wintermonaten in Verbindung gebracht wird. Während der Schwangerschaft können sich aufgrund der Anpassung an die Schwangerschaft Depressionen entwickeln. Bei etwa 10 bis 15% der Frauen kommt es nach der Geburt zu einer postpartalen Depression.
Die Ursachen depressiver Erkrankungen sind vielschichtig. Man geht davon aus, dass biologische, soziale und psychologische Faktoren zusammenspielen. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten, am häufigsten in der späten Jugend oder frühen Erwachsenenalter bzw. in der zweiten Lebenshälfte.

Behandlungsangebot im Sanatorium Kilchberg
Depressionen werden im Sanatorium Kilchberg basierend auf einer individuellen Therapieplanung mit modernen psychotherapeutischen Verfahren und biologischen Methoden behandelt. Ergänzend kommen fachtherapeutische Angebote zur Anwendung. Je nach individueller Patientensituation wird die Behandlung ambulant, teilstationär oder stationär durchgeführt.

Psychotherapeutische Ansätze zielen auf den Aufbau von positiven Aktivitäten, die Verbesserung der Tagesstruktur sowie die Vermittlung von Fertigkeiten im Umgang mit negativen Gefühlen, Gedanken, Einstellungen und Erwartungen. Wir sind bestrebt, ein Klima der Selbstfürsorge zu schaffen, in dem die Betroffenen ihre Ressourcen wieder aktiv nutzen und Unterstützung erhalten bei der Klärung und Bearbeitung von inneren und äusseren Konflikten. Folgende Angebote stehen je nach Indikation zur Verfügung:
  • Psychotherapeutische Einzeltherapie
  • Paar- und Familiengespräche
  • Depressionskurs
  • Internetbasierte Therapie ‚Deprexis’
  • Mindfulnessbased Cognitive Therapy für wiederkehrende Depressionen
  • Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy für chronische Depressionen
  • Training emotionaler Kompetenzen
  • Ressourcenorientierte Angebote wie Achtsamkeit, Wellbeeing und Aromatherapie

Die biologischen Behandlungsansätze beinhalten eine schonende und angemessene medikamentöse Behandlung mit modernen Antidepressiva basierend auf dem neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Bei einem unzureichenden Ansprechen kann eine Kombinationsbehandlung erwogen werden, beispielsweise mit dem stimmungsstabiliserenden Medikament Lithium. Wir stellen eine regelmässige Überprüfung von Wirksamkeit und Verträglichkeit sicher.

Zu den biologischen Behandlungsmethoden gehören:
  • Spezifische medikamentöse Behandlung
  • Lithiumtherapie
  • Infusionsbehandlungen mit Antidepressiva
  • Ketamin-Infusionen
  • Wachtherapie
  • Lichttherapie

Angebote in der Spezialsprechstunde
  • Diagnostische Abklärung
  • Beratung bezüglich geeigneter psychotherapeutischer und medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten
  • Konsiliartätigkeit für niedergelassene Hausärzte, Psychiater und Psychotherapeuten
  • Vermittlung von geeigneten Behandlungsplätzen im Sanatorium Kilchberg (stationär, teilstationär und ambulant) oder an externen Stellen

Leitung Spezialsprechstunde Depressionen und Ansprechpartner

Frau Dr. med. Christine Poppe
Chefärztin Psychotherapie und ambulante Psychiatrie
Telefon 044 716 40 62
c.poppe@sanatorium-kilchberg.ch


Frau Dr. med. Katja Cattapan
Chefärztin Privatstationen
Telefon 044 716 42 42
k.cattapan@sanatorium-kilchberg.ch

Herr Andreas Brügger
Arzt Sanatorium Kilchberg
Telefon 044 716 42 42
a.bruegger@sanatorium-kilchberg.ch
Spezialsprechstunde Chronische Depressionen
Krankheitsbild

Depressive Störungen nehmen häufiger als früher angenommen, in rund einem Drittel aller Fälle, einen chronischen Verlauf und gehen dann mit deutlichen psychosozialen und beruflichen Beeinträchtigungen sowie einer höheren Inanspruchnahme des Gesundheitssystems einher. Häufig liegen dann weitere psychische Erkrankungen vor – insbesondere Angststörungen, Alkohol- und Substanzmissbrauch, Persönlichkeitsstörungen und Lebensüberdruss.
Von chronischen Depressionen spricht man
  • bei einem Verlauf einer Depression über mehr als 2 Jahre hinweg
  • bei wiederkehrenden Depressionen ohne vollständige Heilung zwischen den Phasen
  • bei einer seit der Jugend bestehenden depressiven Grundstimmung und Antriebsschwäche (Dysthymia)
  • einer lebenslang anhaltenden depressiven Grundstimmung, die durch wiederkehrende depressive Phasen kompliziert wird (Double Depression)

Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP)
Chronische Depressionen werden im Sanatorium Kilchberg medikamentös und psychotherapeutisch behandelt. Dabei wird das von James McCullough in den USA entwickelte Verfahren ‚Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP)’ verwendet. CBASP versteht sich als ein integratives psychotherapeutisches Modell, das lerntheoretische und entwicklungspsychologische Erkenntnisse sowie kognitiv-verhaltenstherapeutische und interpersonelle Therapieansätze verbindet. Dabei wird davon ausgegangen, dass bei chronisch depressiven Menschen, frühe Traumatisierungen, Verlusterfahrungen oder chronische Vernachlässigung die Entwicklung von Selbstvertrauen und Neugierde behindert. Die Betroffenen entwickeln einen vermeidenden, ängstlichen Lebensstil und scheitern wiederholt bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben und psychosozialen Belastungen aufgrund von problematischen Denkmustern und sozialen Fertigkeitsdefiziten.
CBASP ist eine spezifische Psychotherapie, die auf eine Veränderung von zwischenmenschlichen und situationsbezogenem Verhalten abzielt. Mit Hilfe von Situationsanalysen lernen Patientinnen und Patienten einen Zusammenhang zwischen eigenen Verhaltens- und Denkmustern und den Konsequenzen in der Umwelt herzustellen, erwünschte Alternativen zu entwickeln und schliesslich zu erproben. Die spezifische Gestaltung der therapeutischen Beziehung wirkt dabei unterstützend.

Behandlung im Sanatorium Kilchberg
Patientinnen und Patienten mit einer chronischen Depression erhalten im Sanatorium Kilchberg ein individuell auf sie abgestimmtes Therapieprogramm basierend auf einer ärztlich-medikamentösen Behandlung und einer CBASP-Einzeltherapie durch einen erfahrenen psychologischen Therapeuten. Zusätzlich können sie an einem spezifischen CBASP-Gruppenangebot teilnehmen und werden auf der Abteilung durch entsprechend geschulte Pflegepersonen betreut. Ergänzend kommen fachtherapeutische Angebote zur Anwendung. Die Behandlung wird sowohl im stationären, teilstationären als auch ambulanten Rahmen angeboten.

Angebote in der Spezialsprechstunde
  • Diagnostische Abklärung
  • Beratung bezüglich geeigneter psychotherapeutischer und psychopharmakologischer Behandlungsmöglichkeiten
  • Indikationsprüfung bezüglich einer Behandlung mit dem Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP)
  • Vermittlung von geeigneten Behandlungsplätzen im Sanatorium Kilchberg (stationär, teilstationär und ambulant) oder an externen Stellen

Leitung Spezialsprechstunde Chronische Depressionen

Dr. med. Christine Poppe
Chefärztin Psychotherapie und ambulante Psychiatrie
Telefon 044 716 40 62
c.poppe@sanatorium-kilchberg.ch
Spezialsprechstunde Bipolare Störungen
Krankheitsbild:

Unter „Bipolar affektiven Störungen“ versteht man ein Krankheitsbild mit spezifischen Ursachen, Symptomen, Verlauf und Prognose, das sich bezüglich der Behandlungsmöglichkeiten und Behandlungsverfahren deutlich von unipolaren Depressionen unterscheidet. Bipolare Störungen sind häufige Erkrankungen, von denen etwa 2% der Bevölkerung betroffen sind.
Im Allgemeinen sind Bipolare Affektive Störungen dadurch gekennzeichnet, dass es sowohl zu depressiven Episoden, die typischerweise mit gedrückter Stimmung und Antriebslosigkeit einhergehen, als auch zu hypomanen oder manischen Episoden kommt, in der die Stimmung in der Regel gehoben und das Antriebsniveau gesteigert ist.

Im Rahmen von depressiven Episoden beklagen die Betroffenen häufig:
  • depressive Stimmung
  • Verlust von Interesse oder Freude
  • erhöhte Ermüdbarkeit
  • verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit
  • Zukunftsängste
  • Lebensüberdruss und Suizidgedanken
  • Schlafstörungen
  • verminderter Appetit

Bei manischen Episoden kommt es oft zu Symptomen wie:
  • Gesteigertes Selbstwertgefühl oder Grössenideen
  • Gehobene oder gereizte Grundstimmung
  • Vermindertes Schlafbedürfnis
  • Starker Rededrang
  • Beschleunigter Gedankengang
  • Ablenkbarkeit
  • Übertriebene Beschäftigung mit angenehmen Aktivitäten

Charakteristisch für hypomane Episoden sind:
  • gehobene Grundstimmung, die auf Aussenstehende oft ansteckend und mitreissend wirkt
  • fehlendes Krankheitsgefühl, sondern eher Überzeugung, sich einer besonders erfolgreichen, heiteren oder positiven Lebensphase zu befinden
  • der Zustand einer Hypomanie hebt sich deutlich von der eigentlichen Grundstimmung des Betroffenen ab
  • in geringerer Ausprägung kann es zu sämtlichen für manische Episoden typischen Symptome kommen
  • für Angehörige und lange Vertraute ist es gut möglich, hypomane Episoden zu erkennen und den Betroffenen zu einer Behandlung zu motivieren

Es liegt in der Natur der Erkrankung, dass Bipolare Störungen einen grossen Einfluss auf die soziale Situation und das soziale Umfeld der Betroffenen haben. Sowohl im Rahmen von depressiven Episoden, als auch bei manischen oder hypomanischen Zustandsbildern ist das Verhalten der Betroffenen derart verändert, dass es gravierenden Einfluss auf Beziehungen, Arbeitsverhältnis, die finanzielle Situation, die Gesundheitsfürsorge und viele andere Bereiche haben kann.

Behandlung im Sanatorium Kilchberg
Bipolare Störungen sind chronisch verlaufende Erkrankungen. Die Wahrscheinlichkeit einer Spontanheilung ohne ärztliche und psychologische Behandlung ist äusserst gering.
Im Rahmen eines spezialisierten und individuellen Behandlungssettings ist die Prognose jedoch günstig.
  • Auf der Basis eines bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells besteht die Behandlung im Wesentlichen aus drei Säulen:
  • Biologisch: Etablieren einer stimmungsstabilisierenden Medikation, die aktuelle Krankheitsepisoden behandeln und künftige verhindern kann.
  • Psychologisch: Schulenübergreifende Psychotherapie mit dem Ziel, den Patienten zum Experten seiner eigenen Erkrankung zu machen. Dies kann kognitiv-verhaltenstherapeutische Verfahren, Massnahmen zur sozialen Rhythmisierung, Führen eines Stimmungskalenders, Psychoedukation im eigentlichen Sinne, Entspannungsverfahren u.v.m beinhalten.
  • Sozial: Erkennen, Verhindern und Vorbeugen krankheitsbedingter sozialer Probleme

Es ist unsere Überzeugung, dass für eine erfolgreiche und anhaltende Behandlung eine alleinige medikamentöse Therapie nicht ausreicht. Es ist wichtig und notwendig, für jeden Patienten eine individuelle Therapie zu planen und anzubieten, um persönliche Defizite und Probleme, aber insbesondere auch Ressourcen (Stärken) des Patienten gezielt in die Behandlung zu integrieren.

Angebote in der Spezialsprechstunde
  • Diagnostische Abklärung
  • Beratung bezüglich geeigneter medikamentöser, psychotherapeutischer Behandlungsmöglichkeiten und weiterer Unterstützungsmassnahmen
  • Konsiliartätigkeit für niedergelassene Hausärzte, Psychiater und Psychotherapeuten
  • Vermittlung von geeigneten Behandlungsplätzen im Sanatorium Kilchberg (stationär, teilstationär und ambulant) oder an externen Stellen

Leitung Spezialsprechstunde Bipolare Störungen und Ansprechpartner
Spezialsprechstunde Angststörungen
Krankheitsbilder

Panikstörung
  • Panikanfälle sind charakterisiert durch plötzliche, unerwartete und unerträglich heftige Ängste, ohne besonderen Anlass. Sie werden begleitet von unangenehmen körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Atemnot, Schwindel, Zittern, Übelkeit, Taubheitsgefühlen oder Sehstörungen. Die Betroffenen haben Angst zu sterben, einen Herzinfarkt zu erleiden, ‚verrückt’ zu werden oder die Kontrolle zu verlieren. Aufgrund der Angst vor einer weiteren Attacke meiden Betroffene häufig bestimmte Situation, was Beinträchtigungen im Lebensalltag mit sich bringen kann.

Agoraphobie
  • Bei der Agoraphobie oder Platzangst besteht eine deutliche und langanhaltende Furcht vor Menschenansammlungen, öffentlichen Plätzen, alleine Reisen oder dem Verlassen der eigenen Wohnung. Häufig treten gleichzeitig Panikanfälle auf. Die Betroffenen vermeiden die entsprechenden Situationen oder suchen die enge Begleitung durch Angehörige, was den eigenen Freiraum einschränkt und die Bewältigung von Alltagsaufgaben erschwert.

Spezifische Phobie
  • Bei den spezifischen Phobien wird die Angst durch eine bestimmte eigentlich ungefährliche Situation hervorgerufen, beispielsweise Blut, Aufenthalt in der Höhe, Fliegen oder Spinnen, verbunden mit körperlichen Symptomen der Angst

Soziale Phobie
  • Menschen mit einer sozialen Phobie fürchten sich vor Situationen, in denen sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Sie haben Angst etwas zu sagen oder zu tun, was peinlich oder demütigend sein könnte. Sie glauben, andere würden sie als inkompetent oder schwach beurteilen, sobald sie ihre Angstsymptome wie Zittern oder Erröten wahrnehmen. Deshalb vermeiden sie es, Reden zu halten, an öffentlichen Anlässen teilzunehmen oder Kontakte zu knüpfen. Manche versuchen sich mit Alkohol und Tabletten selbst zu helfen, was jedoch nur kurzfristig hilfreich ist, längerfristig die Ängste verstärkt und zu Abhängigkeiten führen kann.

Generalisierte Angststörung
  • Eine generalisierte Angststörung zeigt sich in einer andauernden, übertriebenen und quälenden Ängstlichkeit. Die Ängste beziehen sich auf die eigene Gesundheit, die nächsten Angehörige oder die Zukunft. Das beständige Grübeln kann körperliche Anspannung, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und Nervosität sowie eine vermehrte Erschöpfbarkeit und weitere körperliche Symptome zur Folge haben.

Behandlungsangebote im Sanatorium Kilchberg
Angststörungen werden im Sanatorium Kilchberg mit bewährten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Methoden behandelt. Mit Hilfe von gezielte Informationen und spezifischen Strategien lernen die Betroffenen, ihre Ängste realistischer zu beurteilen. Im Rahmen eines Expositionstrainings werden die Patienten schrittweise mit den angstbesetzten Situationen konfrontiert. Dabei können sie die Erfahrung machen, dass sie die Angst aushalten können, diese von alleine nachlässt, ohne dass etwas Schlimmes passiert. Unterstützend können medikamentöse Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Für Patienten mit sozialen Ängsten wird ein Training sozialer Kompetenzen und ein spezifisches Gruppentherapieprogramm angeboten. Die Behandlung kann ambulant, teilstationär oder stationär erfolgen.

Angebote in der Spezialsprechstunde
  • Diagnostische Abklärung
  • Beratung bezüglich geeigneter psychotherapeutischer und medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten
  • Konsiliartätigkeit für niedergelassene Hausärzte, Psychiater und Psychotherapeuten
  • Vermittlung von geeigneten Behandlungsplätzen im Sanatorium Kilchberg (stationär, teilstationär und ambulant) oder an externen Stellen

Leitung Spezialsprechstunde Angststörungen

Dr. med. Christine Poppe
Chefärztin Psychotherapie und ambulante Psychiatrie
Telefon 044 716 40 62
c.poppe@sanatorium-kilchberg.ch
Spezialsprechstunde Zwangsstörungen
Krankheitsbild

Zwanghafte Rituale wie zum Beispiel das Kontrollieren von Elektrogeräten vor Verlassen der Wohnung oder das Vermeiden auf Fugen zu treten sind relativ häufige Phänomene, denen meist kein Krankheitswert zukommt. Davon abzugrenzen sind Zwangsstörungen im Sinne einer psychischen Erkrankungen mit einer Häufigkeit von 2-3 % in der Allgemeinbevölkerung. Zwangsstörungen zeigen sich in wiederkehrenden Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Zwangsgedanken sind Gedanken, Bilder oder Impulse, die sich dem Betroffenen gegen seinen Willen aufdrängen, ihn innerlich quälen und beschäftigen, und die er versucht loszuwerden. Ein typisches Beispiel ist der Gedanke einer liebevollen und sorgenden Mutter, sie könnte ihrem Kind Schaden zufügen. Unter Zwangshandlungen werden ursprünglich zweckgerichtete Handlungsweisen wie zum Beispiel das Händewaschen, Duschen oder Schliessen der Haustür verstanden, die in ritualisierter Form wiederholt werden. Sie werden weder als angenehmen empfunden noch dienen sie dazu, eine sinnvolle Aufgabe zu erfüllen. Die Betroffenen setzen sie ein, um eine innere Anspannung zu reduzieren, einen vermeintlichen Schaden wieder gut zu machen, ein Unheil in der Zukunft zu verhindern oder um das Gefühl herzustellen, dass alles richtig und vollständig sei. Am häufigsten sind Kontrollzwänge aus Angst vor Fehlern sowie Wasch- und Putzzwänge verbunden mit der Angst vor Verschmutzung und Ansteckung.

Behandlung im Sanatorium Kilchberg
Zwangsstörungen werden im Sanatorium Kilchberg mit gut untersuchten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren behandelt. Zentrales Element ist dabei das Expositionstraining mit Reaktionsmanagement. Dabei geht es darum, dass die Betroffenen mit therapeutischer Unterstützung trainieren, sich bislang gemiedenen Situationen wieder auszusetzen und die Zwangshandlungen zu unterlassen. Sie lernen die dabei aufkommende Anspannung und andere Gefühle mit neuen Strategien zu bewältigen. Unterstützend wird eine medikamentöse Therapie mit Antidepressiva aus der Gruppe der Serotoninwiederaufnahmehemmer, gegebenenfalls in Kombination mit modernen Neuroleptika in niedriger Dosierung angeboten. Zusätzlich können die Patienten an einer Gruppentherapie für Zwangserkrankte teilnehmen.
Die Behandlung von Zwangsstörungen ist im Sanatorium Kilchberg im stationären und ambulanten Rahmen möglich sowie in der Tagesklinik.

Angebote in der Spezialsprechstunde
  • Diagnostische Abklärung
  • Beratung bezüglich geeigneter psychotherapeutischer und medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten
  • Konsiliartätigkeit für niedergelassene Hausärzte, Psychiater und Psychotherapeuten
  • Vermittlung von geeigneten Behandlungsplätzen im Sanatorium Kilchberg (stationär, teilstationär und ambulant) oder an externen Stellen

Leitung Spezialsprechstunde Zwangsstörungen

Frau Dr. med. Christine Poppe
Chefärztin Psychotherapie und ambulante Psychiatrie
Telefon 044 716 40 62
c.poppe@sanatorium-kilchberg.ch
Spezialsprechstunde Essstörungen
Das Sanatorium Kilchberg behandelt Patienten mit Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Binge-Eating-Störung im Rahmen eines kantonalen Versorgungsauftrags.

Krankheitsbilder

Anorexia nervosa
  • Die Anorexia nervosa oder Magersucht zeichnet sich aus durch ein deutliches Untergewicht mit einem Body-Mass-Index unter 17,5 kg/m2 (BMI= Gewicht (kg) / Grösse (m)2) und der Angst vor Gewichtszunahme. Die Betroffenen führen den Gewichtsverlust selbst herbei, indem sie einerseits hochkalorische Speisen wie zum Beispiel Schokolade oder fettige Speisen vermeiden und/oder andererseits gegenregulierende Massnahmen einsetzen wie Erbrechen nach dem Essen, Einnahme von Abführmittel oder übertriebene körperliche Aktivitäten. Dabei besteht eine verzerrte Wahrnehmung und Beurteilung von Figur und Gewicht. Das Selbstwerterleben wird in unangemessener Form durch das eigene Körperbild beeinflusst. Infolge der Mangel- und Fehlernährung können sich vielfache körperliche Folgeerscheinungen ausbilden in Form von hormonellen Störungen, Ausbleiben der Menstruation und ungewollte Kinderlosigkeit, Elektrolytveränderung, Herzrhythmusstörungen oder Osteoporose.
  • Unterschieden wird zwischen einer restriktiven Form der Anorexia nervoa ohne aktive Massnahmen zur Gewichtsabnahme und einer bulimischen Form der Anorexia nervosa mit Heisshungerattacken und gegenregulierenden Massnahmen wie z. B. Erbrechen.

Bulimia nervosa
  • Bei der Bulimia nervosa kommt es wiederholt zu Heisshungeranfällen, in deren Rahmen übergrosse Mengen an Nahrungsmitteln verzehrt werden. Die Betroffenen haben dabei das Gefühl, weder mit dem Essen aufhören zu können, noch Kontrolle über Art und Menge der Nahrung zu haben. Aus Angst vor Gewichtszunahme werden gegensteuernde Massnahmen eingesetzt wie selbst herbeigeführtes Erbrechen, Einnahme von Abführmittel sowie übermässige sportliche Betätigung. Zwischen den Heisshungeranfällen schränken die Betroffenen die Nahrungsaufnahme ein. Im Gegensatz zur Anorexia nervosa sind Patienten mit Bulimia nervosa meist nur leicht untergewichtig oder sogar normalgewichtig. Figur und Gewicht haben auch bei Ihnen grossen Einfluss auf das Selbstwerterleben. Einige der bei der Anorexia nervosa genannten körperlichen Folgeerscheinungen können auch bei der Bulimia nervosa auftreten.

Binge-Eating-Störung
  • Menschen mit einer Binge-Eating-Störung berichten über wiederholte Essanfälle, in deren Rahmen sie grosse Nahrungsmengen verzehren verbunden mit einem Gefühl von Kontrollverlust. Dabei essen sie wesentlich schneller als normal und essen bis zu einem unangenehmen Völlegefühl, selbst dann, wenn sie sich nicht hungrig fühlen. Im nach hinein stellen sich oft Ekelgefühle gegenüber sich selbst, Traurigkeit und Schuldgefühle ein. Im Gegensatz zur Bulimia nervosa werden bei der Binge-Eating-Störung keine gegenregulierenden Massnahmen eingesetzt, was bedingt, dass die meisten Betroffenen eher übergewichtig sind. Die Betroffenen leiden unter ihrem gestörten Essverhalten.

Behandlung im Sanatorium Kilchberg
Patienten mit Essstörungen werden im Sanatorium Kilchberg im Rahmen eines speziell dafür konzipierten und individuell abgestimmten Therapieprogramms auf kognitiv-verhaltenstherapeutischer Basis behandelt. Die Einzeltherapie durch erfahrene Ärzte und Psychologen wird sinnvoll ergänzt durch ein spezifisch auf Essstörungen ausgerichtetes Gruppentherapieprogramm bestehend aus Essstörungs- und Essprotokollgruppe, Körperbildtherapie, Lehrküche und Ernährungsberatung sowie weiteren allgemeinen psychotherapeutischen und fachtherapeutische Angeboten. Dabei erfolgt eine engmaschige internistische Mitbetreuung.
Wichtigste Ziele der Behandlung sind die Normalisierung des Gewichts und des Essverhaltens sowie die Bearbeitung von Hintergrundkonflikten (Perfektionismus, Selbstwertkonflikte oder zwischenmenschliche Konflikte) zur Aufrechterhaltung des Therapieerfolgs. Wir legen dabei grossen Wert auf die Wahrung der Autonomie der Patienten und die Stärkung ihrer Selbstmanagementfertigkeiten.
Abgestimmt auf die individuelle Patientensituation kann die Behandlung stationär, teilstationär oder ambulant erfolgen.


Angebote in der Spezialsprechstunde
  • Psychiatrisch-psychologische Abklärung
  • Internistische Abklärung von möglichen Folgeerkrankungen der Essstörung
  • Beratung bezüglich geeigneter psychotherapeutischer und medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten
  • Konsiliartätigkeit für niedergelassene Hausärzte, Psychiater und Psychotherapeuten
  • Vermittlung von geeigneten Behandlungsplätzen im Sanatorium Kilchberg (stationär, teilstationär und ambulant) oder an externen Stellen

Leitung und Ansprechpartner Spezialsprechstunde Essstörungen

Frau Dr. med. Christine Poppe
Chefärztin Psychotherapie und ambulante Psychiatrie
Telefon 044 716 40 62
c.poppe@sanatorium-kilchberg.ch


Herr Dr. med. Andreas Körner
Oberarzt Psychotherapiestation
Telefon 044 716 42 42
a.koerner@sanatorium-kilchberg.ch
Spezialsprechstunde Aufmerksamkeitsdefizitstörungen (ADHS)
Krankheitsbild

Die Aufmerksamkeitsdefizits-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zeigt sich in ihren unterschiedlichen Ausprägungsformen bereits ab dem Kindsalter. Sie beeinträchtigt häufig die schulische Leistungsfähigkeit und kann sich in Verhaltenssauffälligkeiten und Schwierigkeiten im Umgang mit Alltagsanforderungen äussern. Bei ungefähr der Hälfte der Betroffenen besteht die Symptomatik bis ins Erwachsenenalter. Die genannten Schwierigkeiten können jedoch auch anderweitige Ursachen haben, was durch eine fachspezifische Abklärung in der Spezialsprechstunde ADHS festgestellt werden kann.

Die Hauptsymptome der AD(H)S sind:
  • Aufmerksamkeitsdefizite und Konzentrationsstörungen: Menschen mit AD(H)S erleben sich als unaufmerksam, vergesslich und wirken häufig abwesend. Die Konzentrationsschwierigkeiten zeigen sich in einer verminderten Aufmerksamkeitsspanne und Schwierigkeiten, monotone Tätigkeiten längerfristig fehlerfrei aufrecht zu erhalten. Wenn ein besonderes Interesse vorliegt, sind viele Menschen mit AD(H)S jedoch in der Lage, sich gut und über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren (sog. hyperfokussieren).
  • Impulsivität: Betroffene handeln oft spontan und entscheiden voreilig. Später schätzen sie dieses Verhalten häufig als unüberlegt ein.
  • Hyperaktivität: Die sichtbare motorische Unruhe des Kindsalters nimmt im Erwachsenenalter eher ab oder verschwindet ganz. Bei einigen bleibt sie jedoch in Form von Wippen mit den Füssen oder Trommeln mit den Fingern bestehen. Häufiger berichten Betroffene von innerer Unruhe und chronischer Anspannung. Das Symptom der Hyperakivität kann auch fehlen, dann spricht man von einem ADS (Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität).
  • Desorganisation: Das Planen und in Angriff nehmen von Aktivitäten ist häufig mit grossen Schwierigkeiten verbunden. Arbeiten werden oft erst in letzter Minute in Angriff genommen, Rechnungen erst nach mehrfacher  Mahnung beglichen. Der Arbeitsstil / die häusliche Ordnung wirkt für Aussenstehende häufig chaotisch.
  • Emotionale Instabilität: Menschen mit AD(H)S berichten immer wieder von raschen Stimmungsschwankungen.
  • Ressourcen: Betroffene zeichnen sich häufig durch besondere Fähigkeiten aus wie Kreativität, Energie, Phantasie, Flexibilität, hohe Anpassungsfähigkeit, Fähigkeit zum Multi -Tasking.

Häufig liegen zusätzlich andere psychische Erkrankungen vor, insbesondere Verhaltensstörungen, Angststörungen, Depressionen, Suchterkrankungen und Teilleistungsstörungen /z.B. Lese- und Rechtschreibstörungen), was einer sorgfältigen Abklärung bedarf.

Behandlung im Sanatorium Kilchberg
Wir bieten bei der Frage einer AD(H)S im Erwachsenenalter ausführliche psychiatrische und bei Bedarf diagnostische Abklärungen an. Aus der Diagnose einer AD(H)S im Erwachsenenalter leitet sich nicht in jedem Fall eine Behandlungsnotwendigkeit ab. Die Entscheidung für eine Behandlung ist abhängig vom Ausprägungsgrad einer AD(H)S, bzw. von dem durch sie bedingten Leidensdruck. Gegebenenfalls übernehmen wir die medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung.

Zur Behandlung der geschilderten Symptome und der häufig sekundär entstandenen Problemfeldern wie z.B. Partnerschaftskonflikte, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, Selbstwertproblematik bis hin zur depressiven Verstimmung ist die verhaltenstherapeutisch orientierte Psychotherapie ein anerkanntes Therapieverfahren. Zudem besteht das Angebot zu Teilnahe an der AD(H)S-Coaching Gruppe im Hause. In der Gruppe erfolgt eine Aufklärung über die Aufmerksamkeitsdefizit-/ (Hyperaktivitäts)störung AD(H)S. Es werden kreative Bewältigungstechniken zur verbesserten Organisation des Alltags vermittelt sowie Strategien im Umgang mit behindernden Gedanken.

Angebote in der Spezialsprechstunde
Die AD(H)S-Abklärung umfasst ein klinisches Interview, das Einholen von Fremdeinschätzungen sowie die Durchführung von Selbst- und Fremdeinschätzungsfragebögen. Bei Indikation wird eine neuropsychologische Untersuchung durchgeführt. Zusätzlich ist eine körperliche Untersuchung zum Ausschluss einer organischen Ursache der Symptome erforderlich.

Leitung und Ansprechpartner Spezialsprechstunde ADHS

Dr. med. Björn Zeiler, Leitung
Telefon 044 716 41 41
b.zeiler@sanatorium-kilchberg.ch
Spezialsprechstunde Memory Clinic
Krankheitsbild Demenz

Bei der Demenz handelt es sich um eine Erkrankung vorwiegend des höheren Alters, welche durch Gedächtnisstörungen in möglicher Kombination mit Sprachstörungen (z.B. Probleme bei der Wortfindung), Störungen alltäglicher Handlungsabläufe (z.B. beim Ankleiden oder der Körperpflege), Störungen des Erkennens von Gesichtern, Gegenständen oder allgemeinen Schwierigkeiten beim Planen und Organisieren charakterisiert ist.
Aktuell ist davon auszugehen, dass ca. 100’000 Personen mit einer Demenzerkrankung in der Schweiz leben. Aufgrund demographischer Veränderungen und zunehmend besserer medizinischer Versorgung im Alter gehen Schätzungen von einer deutlichen Zunahme von Demenzerkrankten in unserem Land in den nächsten Jahrzehnten aus.

Demenz kann viele Ursachen haben. Am häufigsten sind die Alzheimererkrankung und Durchblutungsstörungen aufgrund von bestehenden Gefässrisikofaktoren (z.B. Rauchen, Diabetes, hoher Blutdruck, usw.). Darüber hinaus gibt es aber auch viele seltene Hirnabbauerkrankungen, wie z. B. die frontotemporale Demenz oder die Lewy-Body Demenz. Störungen der höheren Hirnfunktionen können auch im Rahmen vieler körperlicher Erkrankungen, z. B. Schilddrüsenfunktionsstörungen, psychiatrischer Erkrankungen wie Depressionen, Schädigungen des Gehirns in Folge von Unfällen oder im Rahmen frühkindlicher Entwicklungsstörungen entstehen.

Diagnostische Abklärung in der Memory Klinik Horgen
Untersuchung, Beratung und Behandlung erfordern mehrere ambulante Konsultationen und eventuell Kontrolluntersuchungen. Wenn möglich, sollten Patienten zu den Konsultationen von einem Angehörigen oder einer anderen Bezugsperson begleitet werden.
Die Untersuchung umfasst folgende Punkte:
  • Erhebung der Krankengeschichte mit dem Patienten. Einbeziehung von Angehörigen und Bezugspersonen.
  • Psychiatrisches Diagnoseinterview
  • Körperliche internistische und neurologische Untersuchung
  • Laboruntersuchungen
  • Neuropsychologische Untersuchung
  • Kernspintomographie (MRI) des Gehirns
  • Bei Bedarf werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt

Behandlungsangebote in der Memory Klinik
  • Informationsabgabe und Aufklärung über das Krankheitsbild
  • Erfassung erhaltener Fähigkeiten und Ressourcen für eine individuelle Therapieplanung
  • Medikamentöse Behandlung im Bedarfsfall
  • Optionale medikamentöse und psychotherapeutische Therapie bestehender psychiatrischer Begleiterscheinungen, wie zum Beispiel depressive Stimmungszustände
  • Ärztlich geleitetes Gedächtnistraining in der Gruppe
  • Gruppe für Angehörige demenzerkrankter Menschen in Kooperation mit pro Senectute
  • Einzel- und/oder Familienberatung zur individuellen Unterstützung und Entlastung z. B. für pflegende Angehörige von Demenzerkrankten
  • Kooperation mit den verschiedenen Hilfseinrichtungen und Selbsthilfeoganisationen der Region
  • Information und Beratung zu krankheitsbezogenen Fragen in den Bereichen: Wohnen, Beschäftigung/Tagesstruktur, Finanzen, Versicherungen, Recht mit Unterstützung unseres Sozialdienstes

Leitung Memory Klinik Zimmerberg

Herr Dr. med. Björn Zeiler, Oberarzt
Telefon 044 716 41 41
b.zeiler@sanatorium-kilchberg.ch
Spezialsprechstunde Klinische Hypnosetherapie
Klinische Hypnosetherapie

Verhalten, Denken und emotionales Erleben hängen unmittelbar zusammen und sind Fokus von therapeutischen Veränderungsprozessen. Die Hypnosetherapie zielt primär auf die Aktivierung von emotionalem Erleben. Dadurch können zum einen vorhandene Ressourcen aktiviert und zum anderen ein Zugang zu bislang schwer zugänglichen Problemen eröffnet werden, die so einer Bearbeitung zugeführt werden können. Wichtigstes Instrument in der Hypnosetherapie ist die Arbeit mittels Trance.
Wie bei jeder Psychotherapie geht es vorerst um den Aufbau einer therapeutischen Beziehung, eines Problemverständnisses und die Vermittlung von gewissen Basisfertigkeiten als Grundlage der therapeutischen Arbeit. Dazu gehören Entspannungstrancen im Sinne der Ressourcenaktivierung und die Selbsthypnose. Die Anwendung weiterer Techniken wird in ihrer Auswahl, Reihenfolge und Priorität auf den einzelnen Patienten abgestimmt. Ergänzt werden all diese Elemente mit verhaltenstherapeutischen Behandlungstechniken.

Angebot im Rahmen der Spezialsprechstunde
Im Rahmen einer Spezialsprechstunde bietet Frau Dr. med. Claudia Elsig (Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH) im Sanatorium Kilchberg klinische Hypnosetherapie an. Dabei handelt es sich um ein ergänzendes, zeitlich limitiertes Therapieangebot für ambulante und zusatzversicherte Patienten. Besonders profitieren können davon Patienten mit Angst- und Panikstörungen, Posttraumatischer Belastungsstörung, Depressionen, Essstörungen, chronische Schmerzen und Borderline-Persönlichkeitsstörung. Voraussetzung ist, dass sich die Patienten für dieses Vorgehen motiviert sind und sich aktiv beteiligen können. Klinische Hypnose ist grundsätzlich mit allen anderen Therapieformen kombinierbar. Eine bereits begonnene Therapie muss dafür nicht unterbrochen werden.

Zur Person
Frau Dr. med. Claudia Elsig ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie (FMH). Sie verfügt über eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Ausbildung (Klaus-Grawe-Institut, Zürich) und eine hypnotherapeutische Ausbildung (Herrn Prof. W. Bongartz, Konstanz) mit dem Fähigkeitsausweis für Medizinische Hypnose. Sie ist u.a. Mitglied der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Hypnose SMSH und der Deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie DGH. Neben ihrem Engagement in der Weiterbildung führt Frau Dr. Elsig eine psychiatrisch-psychotherapeutische Privatpraxis in Zollikon.

Weitere Informationen

Frau Dr. med. Christine Poppe
Chefärztin Psychotherapie und ambulante Psychiatrie
Telefon 044 716 40 62
c.poppe@sanatorium-kilchberg.ch
 
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Veranstaltungen
Fachkompetenz für Angehörige und Experten

Wir veranstalten regelmässig Informations- und Gesprächsgruppen für Angehörige sowie Fachtagungen, Weiterbildungsreihen und Workshops für Mitarbeitende und externe Experten.


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Aus- und Weiterbildung
Mit uns weiterkommen

Unsere Mitarbeitenden sind uns wichtig. Aus diesem Grund setzen wir uns dafür ein, dass sie sich aus- und weiterbilden können. Wir fördern und unterstützen insbesondere Ausbildungen für Assistenzärzte und Pflegefachpersonal.

Das Sanatorium Kilchberg dient als Aus- und Weiterbildungsstätte in den Bereichen Psychiatrie und Innere Medizin und bietet Weiterbildungen für Assistenzärzte sowie Ausbildungen für Pflegefachpersonal an.

Psychiatrische Weiterbildung für AssistenzärzteInternistische Weiterbildung für AssistenzärzteAus- und Weiterbildungen für Pflegefachleute
Offene Stellen
Miteinander im Dienst der Patienten

Engagement, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein prägen unsere Teams. Wir unterstützen alle unsere Mitarbeitenden bei ihrer Zielerreichung und fördern ihr individuelles Entwicklungspotential.

PflegebereichÄrztlicher BereichInfrastruktur
Sanatorium Kilchberg AG
Alte Landstrasse 70
CH-8802 Kilchberg

Telefon +41 44 716 42 42
Telefax +41 44 716 42 14
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